In Dienstleistungsbetrieben sind Personalkosten der größte Kostenfaktor. Oft machen sie zwischen 50 % und 80 % der Gesamtkosten aus.
Darum ist es sehr wichtig, der Stundensatz genau zu berechnen – besonders pro effektiv geleisteter Arbeitsstunde.
Wenn Sie der Stundensatz nicht korrekt berechnen, kann es passieren, dass Ihre Firma Verlust macht, obwohl Sie gute Arbeit leisten.
Stundensatz berechnen: Was sind Produktivstunden?
Ein Mitarbeiter arbeitet nicht das ganze Jahr durch. Es gibt:
- Urlaub (z. B. 5 Wochen)
- Feiertage (z. B. 2 Wochen)
- Krankenstand (z. B. 1 Woche)
- Sonderzahlungen (z. B. Weihnachtsgeld, Urlaubsgeld)
Wenn Sie den Stundensatz berechnen, zählen nur die Stunden, in denen wirklich gearbeitet wird. Das nennt man Produktivstunden.
Stundensatz berechnen: Sie brauchen 2 Sachen
Um die Personalkosten pro Stunde zu berechnen, brauchen Sie zwei Dinge:
- Gesamte Personalkosten pro Jahr
- Gearbeitete Stunden pro Jahr (Produktivstunden)
Beispiel mit echten Zahlen
Delvina arbeitet 30 Stunden pro Woche.
Sie verdient 1.500 € netto im Monat.
Mit Lohnnebenkosten (z. B. Steuern, Sozialversicherung, Sonderzahlungen) kostet sie das Unternehmen insgesamt:
32.893 € pro Jahr
Aber: Sie arbeitet nicht alle 52 Wochen im Jahr.
Berechnung:
52 Wochen im Jahr
minus 5 Wochen Urlaub
minus 2 Wochen Feiertage
minus 1 Woche Krankenstand
= 44 Arbeitswochen
Gearbeitete Stunden: 44 Wochen × 30 Stunden = 1.320 Stunden
Jetzt der Stundensatz berechnen:
32.893 € ÷ 1.320 Stunden = 24,92 € pro Stunde
Delvina kostet das Unternehmen also rund 25 € pro produktiver Arbeitsstunde.
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Kostenlosen Bericht startenPersonalkosten pro Jahr
Um die Personalkosten pro Jahr zu berechnen, empfehle ich Ihnen, den Brutto-Netto-Rechner von Haude zu verwenden.

Achtung: Der Rechner von der Arbeiterkammer ist nicht geeignet. Er zeigt nur, wie viel ein Mitarbeiter verdient – nicht die Kosten für die Firma.
Fazit
Wenn Sie den Stundensatz berechnen, können Sie:
- bessere Preise kalkulieren,
- Ihre Dienstleistungen rentabler machen,
- und Verluste vermeiden.
Nehmen Sie sich die Zeit, die tatsächlichen Arbeitsstunden und die Gesamtkosten genau zu berechnen. So haben Sie eine verlässliche Basis für Ihre Preisgestaltung.
Es ist mir ein Anliegen, die Inhalte so fundiert und gleichzeitig zugänglich wie möglich aufzubereiten. Ich hoffe, Sie haben hier Ansätze gefunden, die Ihnen weiterhelfen.
Freundliche Grüße, Felix
Wir machen darauf aufmerksam, dass alle Angaben auf unserem Blog unverbindlich sind und sich auf die allgemeine Rechtslage in Österreich beziehen. Wir beraten Sie gerne zu Marketing und Strategie, jedoch nicht zu steuerlichen oder juristischen Einzelfällen.
Mag. Felix Rizo-Patron
Als Gründer des Vereins und zertifizierter Digitalexperte ist es mein Ziel, den Start in die nebenberufliche Selbstständigkeit in Österreich für alle zugänglich und verständlich zu machen.
Professionelle Umsetzung: Für eine detaillierte, operative Begleitung (z. B. Marketing-Automatisierung oder Strategie-Umsetzung) stehe ich Ihnen als selbstständiger Unternehmensberater zur Verfügung. Hierfür gibt es WKÖ-Förderungen. Mehr dazu erfahren Sie auf automatiko.at oder LinkedIn.